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AKTUELLE INFORMATIONEN – IM APRIL 2013

 

Die Erbschaftssteuerinitiative

bewegt und polarisiert

 

Sehr geehrte Damen und Herren

 

Bereits während der Zeit des Unterschriftensammelns für die Initiative, als bewusst geworden ist, dass Schenkungen ab 1.1.2012 mitberücksichtigt werden, haben kurz vorher Liegenschaften im Wert von einigen Milliarden Franken noch den Besitzer gewechselt. Mitte Februar 2013 ist nun die Initiative offiziell eingereicht worden, und bereits wird intensiv darüber diskutiert, wer den Lead der Gegenkampagne übernehmen soll und zahlreiche Argumente werden ins Feld gebracht, um die Initiative zu Fall zu bringen.

 

Wie soll sich ein Selbständigerwerbender oder Inhaber eines KMU-Betriebs verhalten? Aus unserer Erfahrung betrifft die Initiative den allergrössten Teil dieser Personengruppen nicht, weil deren Vermögen die Freigrenze der Erbschaftssteuer von CHF 2 Mio. nicht übersteigt. Kommt jemand über diese Grenze, weil er ein wertvolles Geschäft führt, so kommen für diesen Fall besondere Ermässigungen zur Anwendung, damit die Fortführung des Betriebs nicht in Frage gestellt wird, dies sieht die Initiative ausdrücklich vor. Nach einer allfälligen Annahme der Initiative liegt es am Parlament, diese Bestimmung so auszugestalten, dass Selbständigerwerbende und Inhaber von KMU-Betrieben wirksam entlastet werden, ein Grund für die Ablehnung oder sogar Bekämpfung der Initiative aus diesem Grund ist nicht gegeben.

 

Wie sieht es mit der Verwendung der zusätzlichen Mittel aus, die durch die neue Schweizerische Erbschaftssteuer anfallen? Diese fliessen zu 2/3-Anteil in den Ausgleichsfonds der AHV, 1/3-Anteil verbleibt den Kantonen. Die demographische Entwicklung der Bevölkerung ist recht genau absehbar: der Anteil der Pensionierten an der gesamten Bevölkerung nimmt in den nächsten Jahrzehnten sukzessive zu, sodass immer weniger Erwerbstätige immer mehr Rentner finanzieren müssen: der zusätzliche Bedarf in nächster Zeit ist unbestritten. Anpassungen des heutigen Systems werden deshalb unausweichlich sein: auf Seite der Renten wird eine Reduktion angestrebt (durch Erhöhung des Rentenalters oder Reduktion der Renten) oder/und die Beiträge müssen erhöht werden. Eine Erhöhung der Beiträge würde die Selbständigerwerbenden und KMU-Betriebe empfindlich treffen und unsere Wettbewerbsfähigkeit gegenüber dem Ausland zusätzlich verschlechtern. Mit der Einführung der Schweizerischen Erbschaftssteuer könnte bis auf Weiteres auf Beitragserhöhungen und/oder Leistungskürzungen verzichtet werden, was auch den Selbständigerwerbenden und KMU-Betrieben zugute kommt.

 

Fazit: für Selbständigerwerbende und Inhaber eines KMU-Betriebes gibt es Argumente für und gegen die Initiative, jeder ist aufgefordert, in seinem konkreten Fall die richtige Antwort zu finden.

 

Freundliche Grüsse

LEU TREUHAND AG

 

 

 

 

 

 

 

Leu Treuhand AG – Haus METROPOL – Zentralstrasse 100 – Postfach 36 – CH-8212 Neuhausen am Rheinfall

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Mitglied                                                          Mitglied des Schweizerischen Treuhänderverbandes